ERZIEHUNGSBERATUNG

History

Ratschläge und Tipps in punkto Erziehung wurden immer schon innerhalb der Familie von den Großeltern, den Eltern an die nächste Generation weitergegeben. Auch wurde die Hebamme gerne zu Rate gezogen. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat der Staat begonnen, Familien in Ihrer Erziehungsarbeit zu unterstützen.

© Thomas Kerzner, Photocase

Aufgrund der hohen Säuglingssterblichkeitsrate wurden 1905 die die ersten Mütterberatungsstellen in Deutschland gegründet. Die Eltern wurden vorwiegend medizinisch und psychologisch unterwiesen. Nach dem zweiten Weltkrieg bis Mitte der 60iger Jahre übernahm die Kirche verstärkt die Aufgaben der Elternbildung („Mütterschulen“). Ab Mitte der 60iger Jahre wird die Familie auch für die sozialwissenschaftliche Forschung interessant. Seit 1974 werden in Österreich Familienberatungsstellen staatlich gefördert. Es gab ca. 55 geförderte Institutionen. Inhalte der Beratungen waren überwiegend die Familienplanung und die Empfängnisregelung.

2004 gab es bereits mehr als 350 geförderte Familienberatungsstellen in Österreich. Leider, noch immer nicht genug, denn laut Statistik kommen auf ein Institut ca. 22.500 Österreicher. Auch die Anzahl der Beratungen ist auf mehr als 400.000 pro Jahr gestiegen. Ein Trend der stetig nach oben zeigt. Warum?

Die Eltern-Kind-Beziehung wird zusehends schwieriger. Sie unterliegt einem gesellschaftlichen Wandel. Die Zeiten werden schnelllebiger, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Rolle der Frau hat sich verändert, die zwischenmenschlichen Beziehungen werden komplizierter. Gemäß dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ unterstützt die Erziehungsberatung Eltern in ihrer Erziehungsarbeit.

Was Sie erwartet:

Jeder, der mit der Erziehung von Kindern und Jugendlichen betraut ist, weiß, dass irgendwann alle Energiereserven verbraucht sind und der Punkt erreicht ist, an dem die Frage auftaucht: „So geht das nicht mehr weiter! Aber WIE kann ich eine Veränderung bewirken?“. Die Erziehungsberatung bietet Ihnen dabei professionelle Beratung, Unterstützung und Begleitung.

Das Positive vorweg - Veränderungen sind möglich. Im täglichen Miteinander geht nur häufig der objektive Blick verloren. Deshalb ist es ein Ziel der Erziehungsberatung Ihnen Impulse zur Veränderung anzubieten, damit Sie einen anderen Blickwinkel, eine neue Perspektive bekommen. Aber, erwarten Sie keine Patentrezepte. Leider gibt es die nicht. Denn was für die eine Familie passt, muss für Ihre Familie überhaupt nicht stimmig sein. Wir werden gemeinsam herausfinden, was für Sie und Ihre Familie passt, aber auch was Sie bereit sind, auszuprobieren und umzusetzen.

Denn, Veränderungen beginnen immer bei Ihnen selbst. Nur wenn es Ihnen gut geht, wenn Sie in Balance sind, dann können Sie gut für Ihre Lieben da sein und erste Schritte in Richtung Veränderung umsetzen. Daher lohnt es sich auch nicht zu warten, bis sich die Familie ändert, wenn es mal nicht so klappt, sondern werden Sie selbst aktiv. Der Erziehungsberater begleitet Sie in diesem Entscheidungs- und Lösungsfindungsprozess.

Welche Formen der Erziehungsberatung gibt es?

Die klassische Form ist das persönliche Beratungsgespräch in der Praxis des Erziehungsberaters Ihres Vertrauens. Die Erziehungsberater obliegen der Schweigepflicht. Alles wird vertraulich behandelt.
Erfahrungsgemäß wird beim Erstgespräch die Zeit zu kurz, weshalb ich mir gerne ausreichend Zeit für Sie nehme. Oft ist es aber schon in diesen neunzig Minuten möglich, eine für Sie passende Entscheidungs- oder Lösungsmöglichkeit zu erarbeiten. Werden weitere Beratungen (50 Minuten pro Einheit) vereinbart, sollte jedoch absehbar sein, dass bereits nach einigen wenigen Treffen die Erziehungsberatung erfolgreich abgeschlossen werden kann.

Das heißt für Sie: Nehmen Sie sich die Zeit für ein Beratungsgespräch, investieren Sie in die Präventionsarbeit und sparen Sie dadurch Geld!

Welche Formen der Erziehungsberatung werden noch angeboten?

  • Online-Beratung – Ihre Anfragen werden entgeltlich per E-Mail beantwortet
  • Mobile Erziehungsberatung – der Berater kommt zum Gespräch zu Ihnen nach Hause oder an einen anderen Ort Ihrer Wahl
  • Familienvisite – gemeinsam mit Ihrer Familie werden bei Ihnen Zuhause Lösungen erarbeitet
  • Telefonberatung
  • Der Besuch von Elternbildungsveranstaltungen – regelmäßiger Elterntreff, Impulstage zu Erziehungsthemen, usw.
  • Fachliteratur, Onlineforen

Besonders geeignet:

Erziehungsberatung ist gedacht für Eltern, Stiefeltern, Großeltern, Kinder, Jugendliche, Pädagogen – einfach alle, die mit der Erziehung von Kindern und Jugendlichen betraut sind.

bei allgemeinen Erziehungsfragen wie

  • Kooperation in der Familie - Stichwort: Mithelfen, Zimmer in Ordnung halten, usw.
  • Umgang mit Angst, Aggression
  • Kommunikation – wie kommt es auch an?
  • Streiten, aber richtig
  • Regeln aufstellen und konsequent einhalten
  • Grenzen setzen und einfordern

für spezielle Entwicklungsthematiken wie z.B.

  • Unser Kind ist da – Umgang mit Veränderungen in der Partnerschaft
  • Babys und Kleinkinder
  • Schlafschwierigkeiten – Einschlafen, Durchschlafen, Schlafen im Bett der Eltern
  • Trotzphase
  • Loslassen lernen können
  • Kindergarten/-eintritt
  • Schuleintritt
  • Schulproblemen ( Ich will nicht lernen, Mobbing, Bullying, der Lehrer mag mich nicht, ...)
  • Pubertät
  • Geschwisterstreit – Rivalität und Eifersucht

und Themen für ein erfülltes Leben auch außerhalb des Kinderzimmers wie z.B.

  • AlleinerzieherInnen
  • Trennung – Scheidung - Patchworkproblematiken
  • Elternschaft versus Partnerschaft
  • Wo bleibe ich als Frau/Mann?
  • Work-family-balance


 

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Quelle: Barbara Ettenauer, Fotos: © Barbara Ettenauer, Photocase-Thomas Kerzner.

 

 
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